Sorry.... lang´ lang´ ist´s her, dass ich ein Update gemacht habe....

12.01.2014 20:49

Die Zeit vergeht sehr schnell.... Herbst, Weihnachten, Schulferien... und schon ist es Mitte Jänner. 2 Monate sind seit meinem letzten Eintrag vergangen. Das ist ja fürchterlich. 

Was bisher geschah (seit dem 12.11.):

Ich fange bei den lieben Eselchen an. Schreckhaft sind sie noch immer, aber wir haben schon einige Spaziergänge gemacht und auch das Natural Horsemanship Training funktioniert mit ihnen. Ich lasse sie jeden Tag am Hof herum spazieren, weglaufen können sie eh nicht. Sie gehen in den Kiesgarten und fressen die Pflanzen ab, schauen bei den Schafen vorbei und auch die Hühner besuchen sie bei ihrem Rundgang. Das Halfter ist immer noch etwas gruseliges für sie, aber mit Geduld schaffen wir das alles bestimmt. Die Graue rennt mir und auch anderen im Stall auf Schritt und Tritt nach und will gestreichelt werden. Die Braune ist nicht so verschmust, aber streicheln lässt sie sich auch. Sie trauen sich schon im gesamten Aktivstallgelände herumzulaufen, auch vor den Pferden haben sie nicht mehr so viel Angst wie am Anfang. Wenn ich in der Früh komme, empfängt mich Lilli, die graue, mit lautem Gebrüll. 

Auch die Hähne hört man den ganzen Tag krähen, sogar bis in den Ort hinein. Immerhin sind es ungefähr 15 Stück. 10 hat mir leider der Habicht geholt (aber der muss ja auch von irgendwas leben...) und einen hat der Fuchs in der Nacht gefressen. Die jungen Hähne sind doch viel unternehmungslustiger als die Hühner und gehen weiter weg vom Stall. Da kann schon so manches passieren so nahe beim Wald. Bald müssen sie sowieso abgestochen werden, weil sie oft raufen und sehr viel Unruhe stiften.

Endlich legen meine Hühner wieder mehr Eier. Die letzten paar Monate waren trostlos. Meistens hatte ich ein Ei pro Tag und das bei ca. 25 Hühnern.... Aber jetzt gehts wieder bergauf!!!!!!!!!!!!

Vor einigen Wochen habe ich einen Sulmtaler Hahn gegen einen Altsteirer Hahn getauscht. Altsteirer sind auch eine fast ausgestorbene österreichische Rasse. Im Frühling muss ich ein paar Altsteirer Hühner auftreiben, die sind sehr schwer zu bekommen, damit der schöne Hahn eine Familie hat. Natürlich lebt er von meinem Sulmtaler Hahn getrennt. Der ist sehr dominant und lässt keinen anderen Hahn in die Nähe. Die Altsteirer werden bei den Truthähnen leben. 

Leider musste ich 4 Schafe schlachten lassen, 3 Böcke und ein Mädchen. Es war das erste Mal und ziemlich schwer für mich. Gottseidank hatte ich innerhalb von 2 Tagen 8 Kunden gefunden, die sich über das gesunde Lammfleisch gefreut haben und alle auch sehr begeistert von der guten Qualität waren. 

Meine 4 Hunde haben die verschierten Abfälle bekommen, das war ein Festessen auch für sie. Ich selber habe vom Fleisch nichts behalten, ich hätte es nicht essen können. Ob ich in den nächsten Jahren abgestumpfter werde, weiss ich nicht. 

Leider ist am 2. Dezember ein Mutterschaf gestorben. In der Früh ist sie tot am Boden gelegen. Das war ein Schock für mich. Sie war sehr zutraulich und trächtig war sie auch. Warum sie "verendet" ist, so sagt man als Bauer, weiss ich nicht. Sie hatte im Frühling schon 2 Junge tot zur Welt gebracht. Vielleicht hatte sie irgendwelche Probleme in der Trächtigkeit. 

In den letzten 2 Wochen wurden allerdings wieder 6 gesunde Lämmchen geboren, das Leben geht weiter.... es werden sicher noch mehr werden, die Schafe sind hochträchtig.

Auch die robusten Mustangs können krank werden!!!! Die gutmütige, weise Annie hat einen Hufabszess und steht seit 2 Tagen in der Intergrationsbox. Das ist sehr schwer für sie zu ertragen und die anderen Stuten aus der Sorraiaherde vermissen sie auch sehr. Aber in ein paar Tagen darf sie wieder zu ihren Freundinnen. Die sind ganz verloren ohne Annie, das sie die Leitstute der Herde ist. 

Der Hengst freut sich allerdings, da er neben Annie in der Box steht. Er weiss schon, dass die grulla Stuten für ihn bestimmt sind.

Apropos Hengst: Grelo ist immer noch ein Musterschüler und sehr lieb. Ich trainiere oder spaziere (das korrekte Führen ist auch ein sehr wichtiges Training bei Hengsten) viel mit ihm und versuche seine Tage so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Er darf ja erst in ein paar Monaten zu seinen Stuten. So oft wie möglich lasse ich ihn mit einem Wallach auf den Reitplatz (40:60) oder auf eine Wiese. Da wird wild gespielt und gekämpft, bis er nicht mehr kann. Beim Zusehen wird einem Angst und Bange. Neben den Stuten steht er auch oft auf der Weide, durch den Elektrozaun getrennt, damit sie sich aneinander gewöhnen. Bodenarbeit und Sattel kennt er auch schon; bevor er zu den Stuten darf, werde ich ihn noch zureiten. Das Führen neben der Stuten vorbei übe ich auch fast jeden Tag. Er benimmt sich dabei auch sehr gut. Man muss konzentriert sein, wenn man mit einem Hengst trainiert und darf keine Kleinigkeit durchgehen lassen. "Everything means something" für ein Pferd. 

Gottseidank habe ich sehr viele Trainings Dvd´s und Bücher von berühmten Horsmen, die ich alle sehr genau studiere. Meine Favourites sind Pat Parelli, Buck Brennaman, Kalley Krickeberg, Clinton Anderson und die alten Meister Ray Hunt und die Dorrance Brüder. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich so viele Pferde (und Esel) habe, in jedem Alter, mit den unterschiedlichsten Charaktären, mit denen ich tagtäglich trainieren kann. Dabei entwickelt man sehr viel Gefühl und bekommt Routine und Erfahrung.

Kate Farmer, meine Einstellerin, trainert seit einigen Wochen regelmässig mit den Sorraia Stuten, da es immer noch Probleme gibt, wenn die Hufpflegerin zu ihnen kommt. Da die Pferde weniger Menschenkontakt haben als unsere Hauspferde, sind sie auch viel misstrauischer Fremden gegenüber. 

 

Bis jetzt sind wir vom Winter verschont geblieben. Von mir aus kann der Frühling kommen. Auch Grelo denkt, das war´s schon und verliert sein Winterfell. Das war lustig, wie er die ersten Schneeflocken gesehen hat. In Portugal hatte er anscheinend noch nicht das Vergnügen....

 

 

Sorry.... lang´ lang´ ist´s her, dass ich ein Update gemacht habe....

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