AktivStall & Paddock Paradise (Paddock Trail)

03.04.2013 20:43

Jamie Jacksons Konzept vom Paddock Paradise gefällt mir sehr gut und hat viel Einfluss auf die Stallplanung. http://paddockparadise.com

 

Ich halte im Moment zwei verschiedene Pferdegruppen auf meinem Hof.  

 

Die Haus- bzw. Reitpferde sind im HIT AktivStall mit computergesteuerter Fütterung untergebracht. Diese Gruppe besteht derzeit aus 3 Stuten und 2 Wallachen. Bald kommt eine zweijährige Jungstute dazu. Die Gruppe ist im Moment ziemlich klein, aber ich brauche Platz um in der Zukunft Stuten, die ich nicht für die Zucht der Sorraia Mustangs einsetzen möchte, unterzubringen. Es können maximal 15 Pferde in diesem Stall leben, da ich 16 Fressplätze bei der Rollraufe habe.

Hier wurde ein Rundweg um eine fast 1 Hektar grosse Weide angelegt mit der Heufütterung und dem Ruheraum an einem Ende und dem Kraftfutterautomat am Anderen. Der Rundweg, oder Trail wie er auch genannt wird, ist zwischen 4 und 6 Meter breit. Je schmäler der Trail ist, umso schneller bewegen sich die Pferde darauf. Die Tränke wurde 50m vom Raufutter entfernt installiert. Einige Bachzugänge habe ich freigelassen, damit die Pferde auch natürliche Wasserstellen im Auslauf haben. 

Alle Wege und der ca. 1500qm grosse Paddock vor dem Ruheraum sind mit Rastern und mit einer Tretschicht aus Sand befestigt.

Am Grundstück gibt es auch Waldstücke, Wiesen, verbuschte Bereiche, flache und hügelige Abschnitte. Wenn das Wetter danach ist, können die Pferde natürlich auch auf die Weide, allerdings nur stundenweise. 

Wieviele Kilometer die Pferde pro Tag zurücklegen, weiss ich noch nicht. Ich werde es ASAP mit einem GPS Gerät messen. Im Idealfall wären es zwischen 10 und 15 km. (Nachtrag vom 4.5.: Erste Messungen haben ergeben, dass unsere Pferde ca. 10 km pro Tag zurücklegen.) 

 

In der 2. Gruppen leben die Sorraia Mustangs. Ihr Bereich ist natürlicher und einfacher gestaltet als der AktivStall. Hier sind jetzt 3 Zuchtstuten und ein Fohlen, in den nächsten Wochen kommt eine 4. Stute dazu und im Frühsommer ein reiner Sorraia Hengst. 

Die Pferde haben auf diesem Teil des Grundstücks verwunschene Wäldchen, den plätschernden Bach als Wasserquelle, eine Heu- und Strohraufe, einen Unterstand, Sicherheitsfressgitter, Bergkern (Salz aus SALZburg) und einen Mineralleckstein. 

Auch für diese Herde sind befestigte Wege zwischen den Funktionsbereichen angelegt, auf denen sich die Pferde ohne Matsch bewegen können. Allerdings haben wir hier Rindenmulch als Tretschicht über die verfüllten Raster aufgebracht. Auch Steine verwenden wir um vermatschte Bereiche trocken zu legen.

Die Sorraia Mustangs können auch den 3200qm Aussenreitplatz rund um die Uhr als Auslauf benützen. Ebenso stehen ihnen einige Weiden zur Verfügung. 

 

Alpine Steinschafe teilen sich das gesame Grundstück, es sind jetzt insgesamt 10 Hektar, mit den Pferden. So wie auch Jamie Jackson in seinem Buch geschrieben hat, halten sich sie Schafe von den Pferden fern und leben ihr eigenes Leben.

Die gemischte Weidehaltung verschiedener Tierarten verringert den Infektionsdruck durch Würmer ganz erheblich. 

 

Fotos vom Stall findet Ihr beim Menüpunkt "Fotogalerie".