Hardy Oelke´s Besuch in Mauerbach.

30.05.2013 19:53

 

Hardy Oelke, der bekannte Pferde- und Westernhorse Spezialist, Buchautor und Sorraia Fachmann hat mich diese Woche in Mauerbach besucht. Durch ihn habe ich ja einige meiner Zuchtstuten bekommen und er unterstützt mich seit langer Zeit mit Rat und Tat in meinem Bemühen die Sorraias vor dem Aussterben zu bewahren. 

Natürlich kannte er alle Stuten von Fotos, manche hat er auch schon in der Vergangenheit, bevor die Pferde zu mir kamen, "persönlich" kennengelernt. 

 

Hardy und seine Frau waren ziemlich überrascht von Alegrias (das Fohlen) aggressivem, abweisenden Verhalten. Aber beeindruckt von ihrer tollen Zebrierung an den Beinen.

Er hat mir geraten, Mutter und Fohlen zu trennen. Erstens sollte sich Levada erholen, das Fohlen trinkt ja immer noch bei ihr. Sehr energiegeladen schaut Levada nicht aus, ausserdem ist sie auch ziemlich klein. Wahrscheinlich bedingt durch die frühe Trächtigkeit. Ob sie noch wachsen wird, ist ungewiss. Tocara, ihre Halbschwester, die vor einem Jahr gleich gross war, ist ihr doch ziemlich über den Kopf gewachsen. 

 

Also, gesagt getan. Die Boxen wurden gestern hergerichtet und heute, nach langer und reichlicher Überlegung, holte ich Levada und Baika aus der Sorraia Herde und brachte sie hinauf zum Aktivstall. Wie Levada reagieren würde, wenn ich sie von ihrem Fohlen wegbringe und sie 500 Meter weiter weg, ohne Sichtkontakt, in eine Box einsperre, wusste niemand.

Beide Stuten waren sehr ruhig und schienen direkt erleichtert, aus dem kalten Regen in einen Stall zu kommen. Sofort haben sie gefressen und die anderen Pferde begrüsst. 

Alegria hörte ich noch oft wiehern, aber da sie in ihrer Herde und der gewohnten Umgebung verblieben ist, schafft sie es bestimmt, sich von der Mutter zu lösen. Sie hat ja ihrer Tanten bei sich. 

 

Levada und Baika kann ich auch jetzt besser füttern, beide müssen zunehmen.

Ausserdem können wir an Baikas Unsicherheit und Misstrauen gegenüber Menschen arbeiten. Aufhalftern bzw Fangen können wir sie ja mit etwas Geduld und einer Karotte, aber ansonsten lässt sie niemanden richtig an sich heran. Weder den Tierarzt noch die Hufpflegerin.  

 

In ein paar Tagen oder Wochen, je nach Entwicklung und dem Verhalten der Pferde, werde ich sie austauschen und Alegria in eine Box bringen. Bei ihr ist es besonders wichtig, dass die ihre Aggression gegen Menschen ablegt. Hoffentlich wird uns das gelingen, wenn sie herausfindet, dass sie doch auf uns angewiesen ist. Auf jeden Fall ist es leichter an ihrem Benehmen zu arbeiten, wenn sie in unserer Nähe ist, und sich nicht irgendwo im Wald oder auf einer Weide hinter ihrer Herde verstecken kann.

 

Es wird wohl 2-3 Monate dauern, bis Alegria wieder zu ihrer Mutter darf. Ich bin gespannt, wieviel sie sich in dieser Zeit verändern wird. 

 

Hardy Oelke´s Besuch in Mauerbach.

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