Fuchs du hast die Hühner gestohlen.

30.04.2014 23:10

Leider ist es auch bei mir passiert, was ich nur aus Erzählungen kannte. Der schlaue Fuchs war da und hat fast alle Hühner umgebracht. Es war ein furchtbarer Moment, als ich realisierte, was passiert war. Überall nur Federn und tote Hühner. Alles totenstill... kein Hahn der kräht, kein gackern.... ein Schock. 

Fast alle Legehennen und auch die 2 Hähne waren tot. Übrig geblieben sind 3 Hennen und 7 Sulmtaler Hennen. Zum Glück waren 2 Sulmtaler Hennen in einem extra Käfig, weil sie brüteten, die waren vor dem Fuchs sicher. Auch 12 Sulmtaler Kücken waren am Leben und die 35 Altsteier Kücken ebenfalls. Gottseidank hat er auch den Truthähnen keine Feder gekrümmt. 

Zugeschlagen hat der Übeltäter in der Früh, als die Hühner schon im Freien unterwegs waren, aber noch keine Menschenseele im Stall war. In den Hühnerstall ist er nicht hineingekommen, er hat alle draussen erlegt. Ob eine Fuchsmutter ihre Jungen zum jagen "ausgeführt" hat, oder ob sie alleine so ein Massaker angerichtet hat, weiß wohl niemand. 

Einige Tage habe ich gebraucht um diese Attacke zu verkraften und um wieder positiv in die Zukunft schauen zu können.

Der erste Schritt war die Hühner noch besser mit Elektrozäunen zu sichern, die Voliere komplett Fuchs- und Mardersicher umzubauen und die Altsteirer Junghühner aus ihrem neuen Stall zu den letzten Überlebenden zu übersiedeln, dass wieder "Leben in die Bude kommt". Ausserdem wurde der Hühnerstall komplett geputzt, ein Osterputz sozusagen, und mit Kieselgur eingesprüht (das wirkt gegen Ungeziefer).

Die Hühner können in der Früh in die sichere Voliere hinaus, aber in die Wildnis lassen wir sie erst, wenn auch etwas Lärm und Bewegung im Stall ist. Zusätzliche Zäune sind auch geplant. Dann kann man nur hoffen, dass so etwas furchtbares nicht mehr passiert. 

Einige erfreuliche Dinge gibt es aber auch zu berichten. Alle 3 Truthühner brüten sehr emsig. Einer Truthenne habe ich zu ihren eigenen Eiern auch 12 Sulmtaler Eier gelegt, in der Hoffnung, dass die Eier noch vom Sulmtaler Hahn befruchtet wurden. (Eine Henne kann noch mehrere Wochen nachdem der Hahn sie bestiegen hat, befruchtete Eier legen). Die Truthennen haben ihr Nest unter einem Gebüsch gemacht, das musste ich natürlich in den Stall verlegen. Am Anfang haben sie sich etwas darüber aufgeregt, aber nach ein paar Tagen haben sie es akzeptiert und im Stall zu brüten begonnen. 2 Hennen sitzen in einer Ecke des Stalls zusammen auf 24 Eiern und der 3. Henne habe ich das Nest in der gegenüberliegenden Ecke gemacht. Sie hat 9 eigene Eier und 12 Hühnereier. So funktioniert es dieses Jahr sehr gut. Voriges Jahr haben ja 2 Hennen permanent um die Eier gestritten und es sind im Endeffekt nur wenige Kücken geschlüpft.

Wie schon erwähnt, haben 12 Sulmtaler Kücken mit einer Mutter überlebt, die zweite Mutter wurde vom Fuchs getötet. Alle Kücken haben sich der anderen Henne angeschlossen. Die 2 Hennen haben sich sowieso von Anfang an die Mutterpflichten geteilt. Das war Glück im Unglück. 

Weitere 7 Kücken wurden vor ein paar Tagen geboren. Eine sehr tüchtige Sulmtaler Henne hat 5 Sulmtaler und 2 Altsteirer Kücken ausgebrütet. Das hat mich sehr glücklich gemacht. Life goes on. 

 

Fuchs du hast die Hühner gestohlen.

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