News aus dem Geflügelstall

19.04.2013 19:08

Seit gestern sitzt die brave Pute und brütet. Leider habe ich fast alle Eier vor ein paar Tagen nach Hause genommen um sie irgendwann einmal zu essen, da es schon so viele waren und die Pute keine Anstalten machte sich draufzusetzen.

Jetzt habe ich ihr die anderen Eier wieder zurückgebracht, sie in ihre Nähe gelegt und sogleich hat die brave Henne alle Eier unter ihr Gefieder gerollt. Ein bisschen angepfaucht hat sie mich auch. 

Es ist unglaublich wie toll die Natur das alles organisiert hat. Sie plusterte sich immer mehr auf, damit auch alle Eier in der Wärme sind. Wirklich wundervoll zu beobachten. Wenn man denkt wieviele Faktoren zu beachten sind, wenn man die Eier in einem Brutapperat ausbrüten will. Die Pute macht alles perfekt ohne Hygrometer, Thermometer, Wasserschale, Wendeautomatik etc.... 

Die Nähte von der verletzten Pute wurden heute auch endlich alle entfernt und sie kann sich wieder frei bewegen. Ihre Halskrause hat sie schon gestern selber "abgelegt". Genug ist genug! Sie muss jetzt noch für ein paar Wochen alleine in einem Stall sein, bis ihr wieder die Federn nachgewachsen sind und die Stelle unter dem Flügel besser geschützt ist, sollte der Hahn zu grob sein. Vorsichtshalber werden wir auch die Krallen beim Hahn etwas feilen, bevor ich sie wieder zusammen lasse. 

Übrigens wird der arme Puter vom Sulmtaler Hahn gemobbt. Unglaublich. Ich dachte der grosse Truthahn ist der Streithansel, aber dabei ist es doch der kleine Gockelhahn. Was es alles so gibt..... Es hat mich sowieso etwas gewundert, weil der Puter ist wirklich sanft und freundlich. Viele Geschichten hört man ja über aggressive Truthähne. Meiner ist gar nicht so.

Aber bald sind die Truthühner in ihrem eigenen Stall und auch den Auslauf kann ich mit einem Grflügelnetz teilen, dann kann jeder in Frieden leben. Und hoffentlich bekommen wir viel kleine, gesunde Truthähnchen. 

Einige Hühner wandern seit neuestem in den Schafstall um ihre Eier ins Heu in der Heuraufe zu legen. Also den Tieren fällt auch immer wieder was Neues ein.... Jetzt habe ich eine Kiste mit Stroh UNTER die Heuraufe gestellt, da die kleinen Lämmer manchmal durch die Stäbe der Heuraufe springen und im Heu herumklettern. Dabei könnten sie die Eier kaputt machen. Schauen wir einmal morgen, ob die Hennen "den Wink" verstehen. Sonst müssen sie bis Mittag im "Wintergarten" aka Kaltscharrraum und beim Stall bleiben, damit sie ihre Eier auch dahin legen wo sie hingehören. Irgendwo im Gebüsch muss auch ein Versteck sein. Das habe ich aber noch nicht gefunden.  

 

Nachtrag vom 21.4. : Auch das Einsperren bis Mittag hilft nichts. Die Henne legt ihr Ei einfach später, wieder im Schafstall. Wieder im Heu. Die Kiste liegt schon im Mist.

Ich gebe mich geschlagen. Mir solls recht sein. Wenn sie dort glücklicher ist....

News aus dem Geflügelstall

Einträge: 1 - 2 von 2