Boavistas und Baikas Integration in ihre neue Herde.

09.05.2013 22:10

Unglaublicherweise konnte ich die neue Sorraia Stute schon am zweiten Tag in die Herde integrieren. 

 

Boavista ist Montag um 1 Uhr Früh früh mit Pegasus Transport bei uns angekommen und war circa 30 Stunden in der Intergrationsbox, in der sie sehr unruhig und gar nicht glücklich war. Sie hat kaum gefressen und wollte nur hinaus aus der Box. 

Dienstag Mittag bin ich mit ihr zum Reitplatz gegangen, damit sie sich mal richtig bewegen und die Stuten ihrer neuen Herde durch den Zaun kennenlernen konnte. Etwa eine Stunde war sie alleine am Platz und durch den Zaun von den anderen getrennt. Schon da habe ich bemerkt, dass sich alle gut vertragen. Keines der Pferde hat gezickt oder die Ohren angelegt. Ich war sehr überrascht. 

Mit diesem guten Gefühl im Bauch habe ich es gewagt und alle zusammen auf eine neue Weide gelassen. Ohne gröbere Streitereien waren die Pferde schnell einig und vertraut. Vor allem Tocara und Alegria mochten Boavista sehr gerne.

Eigentlich wollte ich Boavista nach ein paar Stunden wieder in ihre Box bringen, aber sie konnte sich gar nicht mehr von den anderen trennen. Daraufhin haben wir die Heuraufe umgestellt und auch noch einige Heuhütchen angefüllt, sollten die Damen die Neue nicht zum Heu lassen.  

Es ist doch unglaublich wie unterschiedlich Tiere in diversen Situationen reagieren.

Von mir geplant war ja, dass sich Baïka und Boavista anfreunden und ich dann beide gemeinsam in die Sorraia Mustang Herde integriere. Wieder einmal war Flexibilität gefragt.

 

Baïka war 2 Mal am Reitplatz um sich mit den Sorraia Mustangs durch den Zaun bekannt zu machen. Da war sie sehr zickig und abweisend. Es gab viel Gequietsche und Gestampfe. Dass es etwas länger dauern würde, bis ich sie entgültig zusammen geben konnte, war mir somit bewusst. 

Aber auch Baïka war bereits in den letzten 3 Tagen mit den anderen auf der Weide. Da gab es am ersten Tag doch mehr Unruhe als bei Boavistas Eingliederung. Baïka hat sich sofort Respekt und Platz verschafft (ausgeschlagen) und sie wurde in Ruhe gelassen. Sie ist ja doch die Grösste und Älteste in der Herde.

Sie einzufangen dauert immer noch eine ganze Weile (sie hat sehr schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht als im Zirkus arbeiten musste und ist sehr ängstlich), aber ich habe schon den Trick heraussen.

Ich gebe sie nach ein paar Stunden auf der Weide wieder in ihr Paddock, da Bayladora (ihre Enkelin, die mit ihr aufgewachsen ist) noch sehr auf sie fixiert ist und wir auch noch mehr Fläche im Bereich der Sorraias befestigen müssen, bevor ich sie ganz in die neue Herde gebe. Für die 3 Stuten und das Fohlen ist der Auslauf perfekt, aber ich möchte doch noch mehr Platz schaffen, damit sich niemand bedrängt fühlt und es genügend Ausweichmöglichkeiten gibt, wenn sie zu sechst sind.

 

Neue Pferde und die damit verbundene Eingliederung in bestehende Herden sind immer etwas nervenaufreibend und zeitaufwendig. Man muss schon sehr feinfühlig und geduldig vorgehen, wenn man gefährliche Situationen vermeiden will.

In den letzten 2 1/2 jahren habe ich 10 Pferde in bestehende Gruppen integriert und bis jetzt hatten wir keinerlei Verletzungen. Ich denke, so wie ich es angehe passt es wohl.

Ich freue mich allerdings schon, wenn etwas Ruhe in meinen Alltag einkehrt (wird es jemals soweit sein?????) und sich jedes Pferd in der Herde wohlfühlt, in der es für die nächsten Monate leben soll. Aber der Hengst kommt ja auch noch demnächst.... das wäre es wohl wieder einmal mit der heiß ersehnten Ruhe.... 

 

 

Boavistas und Baikas Integration in ihre neue Herde.

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